Rahmenplanung

Die Jahrhundertchance 37° Nordost ist eine gewaltige Aufgabe, die nur mit einer durchdachten Strategie bewältigt werden kann. Genau dafür gibt es das Instrument des Rahmenplans, der in einem intensiven Prozess zwischen 2023 und 2026 erarbeitet wurde. Er wird ergänzt durch Gestaltungsleitlinien, die die Aussagen des Rahmenplans noch einmal präzisieren.

Der Rahmenplan bündelt zentrale Themen aus den Bereichen Städtebau, Klima, Freiraumplanung und Verkehrsplanung für eine konsequente Entwicklung von 37° Nordost in den kommenden Jahren und Jahrzehnten. Er definiert Ziele und dient somit als Grundgerüst für die städtebauliche Entwicklung. Die Stadt Gladbeck erlangt hierdurch Handlungsfähigkeit für zukünftige planerische Aufgaben. Die Rahmenplanung wurde in einen öffentlichen Bürgerdialog integriert. Dabei konnten Kenntnisse und Wünsche aus der Bürgerschaft aufgenommen werden.

Die Gestaltungsleitlinien dienen als gemeinsame Kommunikations- und Arbeitsgrundlage für Stadt, Planende und Investoren und legen die wesentlichen Prinzipien fest, die bei der Übersetzung in Planungsrecht und beim Bau berücksichtigt werden. Damit bilden sie ein verbindendes Instrument, das Orientierung gibt und gleichzeitig Raum für zukünftige Anpassungen lässt.

Ziele der Stadt Gladbeck

Ein Rahmenplan soll die Richtung der städtebaulichen Entwicklung für ein Projektgebiet vorgeben. Dabei wird die Planung schon recht konkret formuliert, gleichzeitig bleibt die Idee flexibel um auf Veränderungen jeglicher Art reagieren zu können.

Am Anfang standen dabei nicht weniger als die folgenden Ziele, die der Rahmenplan erfüllen soll:

  • Die Entwicklung von „37° Nordost“ muss in allen Belangen nachhaltig sein. Für die Nachnutzung der Potenzialflächen gilt es, die Themen Klimaresilienz und Klimaanpassung nicht nur zu berücksichtigen, sondern in den Vordergrund zu stellen. „37° Nordost“ soll ein innovatives Vorbild für eine klimagerechte und klimaangepasste Stadt sein.

  • Es gilt in diesem Spannungsverhältnis ein attraktives Angebot an Wohnflächen, Arbeitsorten und smarter Produktion zu schaffen, das durchzogen ist von Grünbereichen.

  • Räume für qualitätvolles Leben sollen auf den Entwicklungsflächen bereitgestellt werden, identitätsstiftende Orte und besondere Räume für Begegnung und Gemeinschaft gestaltet werden.

  • Die Gebäude sollen dabei einen direkten Bezug zum Außenraum bekommen. Die Gruppe der Nutzenden ist dabei nicht auf die dort Lebenden und Arbeitenden begrenzt, sondern dient allen Einwohnenden Gladbecks, speziell aus den umliegenden Bereichen.

Verfahrensschritte

Nachdem zunächst viel innerhalb der Verwaltung gearbeitet und vorbereitet wurde, wurde der Prozess ab 2021 öffentlich begleitet. Nach Abschluss der Rahmenplanung gilt es nun abhängig von Faktoren wie der Verfügbarkeit von Flächen oder dem Autobahnausbau, die Planungsidee schrittweise umzusetzen:

  1. Verwaltungsinterne Zieldiskussion und Erstellung von Nutzungsszenarien

  2. Auftaktveranstaltung für 37° Nordost

  3. Durchführung des städtebaulich-freiraumplanerischen Realisierungswettbewerbs (abgeschlossen im November 2023)

  4. Erstellung Rahmenplan mit Gestaltungsleitlinien (abgeschlossen im Sommer 2026)

  5. Beschluss der Rahmenplanung durch den zuständigen Ausschuss (erfolgt im September 2026)

  6. vertiefende Planung einzelner Abschnitte (abhängig von unterschiedlichen Faktoren)

  7. bauliche Umsetzung (schrittweise, abhängig von unterschiedlichen Faktoren)

Aktueller Verfahrensschritt

Der Rahmenplan ist fertig. Das Ergebnis wurde in einer umfangreichen Broschüre dokumentiert. Ergänzt wird der Rahmenplan von unterschiedlichen Themenplänen und Gestaltungsleitlinien. Die Planenden sind in allen weiteren Planungsschritten an die darin formulierten Vorgaben gebunden.

Die Broschüre kann auf dieser Seite heruntergeladen werden. Wer sich nicht durch das große Dokument arbeiten möchte, kann sich die kompakten Beiträge zu unterschiedlichen Themen der Rahmenplanung LINK anschauen.

Die weiteren Planungsschritte sind stark von unterschiedlichen Faktoren abhängig. Dazu gehört der fehlende Zugriff auf einen Großteil der Flächen, der aktuell v.a. im Stadtquartier ein Umsetzungshemmnis ist. Weiter im Süden kann eine Umsetzung erst mit der Realiserung der A52 in Angriff genommen werden.

Auf der Fläche der Großen Steinhalde und des Festplatzes wird die Aufbereitung der Flächen die größte Herausforderung sein. Der Bereich ist daher Teil des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes. Die Stadt benötigt hier finanzielle Unterstützung durch Fördermittel. Die Suche wie u.a. mit der Erstellung des ISEK vorangetrieben.

Die Broschüre zur Rahmenplanung

Aufgrund der Dateigröße kann die Broschüre kapitelweise hier heruntergeladen werden.

Die Broschüre als eine große Datei steht zum Download zur Verfügung. Dabei sind die folgenden Daten zu verwenden:

DOWNLOADLINK

Passwort: download37GNO!

Für Fragen zum Thema 37° Nordost und speziell dem Rahmenplan steht das Projektteam gerne zur Verfügung: Kontakt

Auch über Feedback würden wir uns freuen.