Exkurs: Städtebauliche Sanierungsmaßnahme

Klare Sache: Ohne verfügbare Flächen kann es keine städtebauliche Entwicklung geben. Deshalb ist das aktive Baulandmanagement durch die Gladbecker Stadtverwaltung ein wichtiger Schritt zur Vorbereitung des Projektes 37° Nordost.

Als im Jahr 2018 der Konzeptplan und in den Folgejahren Nutzungsszenarien für die Gestaltung des neuen Gladbecker Zukunftsraums erarbeitet wurden, hat die Projektgruppe Teilflächen identifiziert, die signifikante Mängel aufweisen. Das betrifft sowohl die Gebäudesubstanz der bestehenden Bebauung als auch die Funktion der Flächen innerhalb des Innenstadtgefüges. Für solche Fälle findet sich im Baugesetzbuch (BauGB) das Instrument der Städtebaulichen Sanierungsmaßnahme, das die Stadt Gladbeck in den kommenden Jahren anwenden möchte.

Ziele der Stadt Gladbeck

Mithilfe der städtebaulichen Sanierungsmaßnahme sollen private Eigentümer*innen bei der Sanierung von Wohnimmobilien unterstützt werden. Alternativ oder zusätzlich können Gebäude von der Stadt erworben werden – zur städtebaulichen Aufwertung von Quartieren und Haldenflächen gemäß der angestrebten Wohnumfeldqualitäten. Dabei müssen natürlich die jeweiligen sozialen Gegebenheiten angemessen berücksichtigt werden.

Verfahrensschritte

Der Rat der Stadt Gladbeck hat im Juli 2021 sogenannte „vorbereitende Untersuchungen“ (kurz: VU) für die städtebauliche Sanierungsmaßnahme auf den Weg gebracht. Das ist der erste von fünf Schritten, die zur Umsetzung der Maßnahme erforderlich sind:

  1. Beschluss von vorbereitenden Untersuchungen durch die Stadt 

  2. Umsetzung der vorbereitenden Untersuchungen

  3. Satzungsbeschluss zur förmlichen Festlegung des Sanierungsbereichs

  4. Durchführung der Sanierungsmaßnahme (15 Jahre maximal)

  5. Aufhebung der Sanierungssatzung

Wissenswertes über die Einleitung vorbereitender Untersuchungen zur Einrichtung eines Sanierungsgebietes „Stadtmitte/Butendorf – B 224“ für Eigentümer*innen können Sie im Bürgerinformationssystem der Stadt Gladbeck herunterladen.