ISEK-Serie Teil 1: Aufbau eines ISEKs

Mit den Mitteln aus der Städtebauförderung kann viel bewirkt werden. Geht man heute durch die Fußgängerzone von Gladbeck, kann man das sehr gut sehen. Doch am Anfang steht zunächst einmal ein Konzept. Es ist nur der erste von vielen Schritten, von der Idee zum gebauten Projekt. Wir versuchen diesen Weg der Reihe nach zu beschreiben.

„Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept“ - die Kurzform „ISEK“ ist weniger sperrig. Und auch beim Dokument selbst soll es mittlerweile einfacher zugehen. Bislang wurden diese Konzepte für sehr große Bereiche von Städten oder gar ganze Städte erstellt. In Gladbeck war das in der jüngeren Vergangenheit die gesamte Stadtmitte, also „Mitte West“ und „Mitte Ost“.

Das Bauministerium hat an den Vorgaben gearbeitet. Jetzt sollen die ISEKs kleiner werden. Allen voran die Bereiche einer Stadt, in denen Mittel der Städtebauförderung eingesetzt werden sollen. Der erste neue Bereich in Gladbeck erstreckt sich z.B. „nur“ vom Bahnhof Ost bis zum Hochhaus Steinstraße 72.

Und auch der Papierkram soll übersichtlicher werden. Statt auf über 200 Seiten müssen heute 25 Seiten ausreichen, um darzustellen, warum die Mittel hier genau richtig ausgegeben werden.

Entsprechend kurz und präzise müssen die Inhalte eines ISEKs gestaltet sein.
  • Beschreibung des Bereichs – Wo verlaufen die Grenzen? Welche wichtigen Orte befinden sich innerhalb der Grenzen?

  • Analyse – Wer wohnt hier? Alter? Herkunft? Wie sehen die Gebäude, die Straßen und Grünflächen aus? Wo liegen die Probleme?

  • Ziele und Handlungsfelder – Daraus ergibt sich, wie der Bereich nach Möglichkeit in Zukunft aussehen sollte und wo man dafür ansetzen möchte.

  • Maßnahmen – Ob nun etwas gebaut wird oder ob es (bau-)begleitende Projekte sind: Mit der Umsetzung der Maßnahmen sollen die vorher definierten Ziele erreicht werden.

Die Maßnahmen kann man nicht so einfach auf wenigen Seiten beschreiben. Die Fördermittelgeber, für die das ISEK geschrieben wird, müssen ganz genau wissen, was diese Maßnahmen bewirken sollen und was gemacht werden soll. Daher wird für jede einzelne Maßnahme ein eigener Steckbrief erstellt. Das Ganze wird dem ISEK als Anhang hinzugefügt. Hier wird alles beschrieben, was wichtig ist:

  • Beschreibung

  • Kosten

  • Zuständige

  • Beteiligte

  • Finanzierung

Zusammen ergibt das Ganze ein Dokument: Hauptteil - Anhang. Fertig. Was genau in unserem ISEK stehen wird? Darum geht es in den nächsten Folgen.

Der Begriff der Städtebauförderung wird in unseren FAQs etwas genauer beschrieben. Schauen Sie gerne dort vorbei.

Für Fragen zum Thema 37° Nordost, dem Rahmenplan oder der Veranstaltung steht das Projektteam gerne zur Verfügung: Kontakt

Auch über Feedback zur Serie würden wir uns freuen.