Ein ISEK? Also noch ein Konzept?

Ja. In einem ISEK werden wichtige Maßnahmen für die Stadtentwicklung zusammengetragen. Das fertige Konzept bildet unmittelbar die Basis für neue Förderanträge.
Ein Bericht über die Vorbereitenden Untersuchungen, Rahmenplan, Innenentwicklungskonzept, Innenstadtkonzept und jetzt auch noch ein Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept (kurz ISEK). Wer soll denn da mitkommen? Wir versuchen aufzuklären und zu erklären.
Das Wichtigste zuerst: Ohne ein Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept kann die Stadt Gladbeck keine Fördermittel aus der Städtebauförderung erhalten. Das Land Nordrhein-Westfalen stellt zusammen mit dem Bund das Geldf für diesen "Fördertopf" zur Verfügung. Und dieses soll nach Möglichkeit in Planungen und Projekte gesteckt werden, die eine Kommune nachhaltig weiterbringen. Es werden keine Einzelprojekte sondern sogenannte Gesamtmaßnahmen gefördert. Das heißt, dass mehrere Maßnahmen in einem bestimmten Bereich einer Kommune zusammengefasst werden. Mit der Umsetzung der Maßnahmen werden gemeinsame Ziele verfolgt.
Der erste Schritt ist also, einen solchen Bereich abzugrenzen. In der Regel weiß man dann auch schon, was dort genau im Argen liegt und wie Maßnahmen zur Verbesserung ungefähr aussehen müssen. Eine ausgiebige Analyse ist trotzdem vonnöten, um wirklich alle Aspekte zu erfassen. Also geht es damit los, sich den Bereich ganz genau anzuschauen: Die Bestandsanalyse. Dazu mehr im nächsten Beitrag.
Weitere Informationen zur Vorgehensweise auf dem Weg zur Aufnahme in die Städtebauförderung:
Erst 2023 hat das Land NRW die Richtlinie für die Städtebauförderung überarbeitet. Bislang waren große Gebiete Gegenstand der Städtebauförderung. In Gladbeck kann man das ganz gut zeigen, denn hier erstreckte sich der Betrachtungsraum des Projekts Stadtmitte eben über die gesamte Stadtmitte (Mitte 1 und 2): Zwischen den Bahnstrecken westlich und nördlich der Stadtmitte bis zur Stadtgrenze an der Konrad-Adenauer-Allee ganz im Osten und bis zur B224 und zum Wittringer Wald im Süden. Insgesamt ein Gebiet von ca. 390 Hektar (s. blaue Linie in nebenstehender Karte).


Heute sollen die Untersuchungsbereiche viel enger gefasst werden. Ähnlich wie die Sanierungsgebiete, die in den letzten 2 Jahren im Rahmen der Vorbereitenden Untersuchungen betrachtet wurden (s. grüne Umrandungen entlang der B224 in nebenstehender Karte).
Starten wollen wir aber trotzdem mit einem größeren Untersuchungsgebiet, das ingesamt ca. 350 Hektar groß ist (ca. 10 % des Gladbecker Stadtgebietes, inkl. des Wittringer Waldes mit allein fast 170 Hektar) (s. blaue Umrandung). Denn, wie oben gesagt: Die Bereiche für eine oder mehrere Gesamtmaßnahme(n) müssen erstmal gefunden werden.
Also starten wir in den nebenstehenden Grenzen, in denen Teile der Stadtmitte, Teile von Butendorf und der Wittringer Wald liegen, und schauen uns diesen Bereich in den kommenden Monaten genauer an.
Die Karte zeigt zudem kleinere Bereiche bzw. einzelne Projekte innerhalb des Untersuchungsraums (grüne Umrandungen). Dies ist neben den vorgeschlagenen Sanierungsgebieten, z.B. der Oberhof zusammen mit dem Bahnhof Ost als großes Einzelprojekt, das im neuen ISEK thematisiert werden soll.
Für Fragen zum Thema ISEK oder 37° Nordost steht das Projektteam gerne zur Verfügung. Wenn Sie über aktuelle Entwicklungen und Termine direkt informiert werden möchten, nehmen wir Sie gerne in unseren E-Mail-Verteiler auf. Schreiben Sie uns dazu eine kurze Email oder nutzen Sie das Kontaktformular.